1918, mit dem Tod der Zarenfamilie, geriet die kulinarische Köstlichkeit in Vergessenheit. Vor 30 Jahren wurde das Geheimrezept wieder entdeckt: Heute kommt der weltweit edelste Räucherlachs aus dem Toggenburg. In der Balik-Räucherei hoch oben in Ebersol, inmitten unberührter Hügellandschaften, wird der «König der Fische» von Hand geräuchert und in die ganze Welt exportiert. Zahlreiche Königsfamilien Europas, von Dänemark über England bis Spanien, zählen zum treuen Kundenstamm. Balik ist heute Garant für die Tradition des Lachsräucherns, wie sie am Hofe der russischen Zaren gepflegt wurde. Die Manufaktur räuchert und veredelt ausgewählte Lachse nach dem Geheimrezept des letzten Hoflie-feranten des russischen Zarenhofs. Das Rezept wurde Hans Gerd Kübel 1978 von Israel Kaplan, dem Enkel des Hoflieferanten, anvertraut.

Im 19. Jahrhundert, während Russlands kultureller Blütezeit, wurde am Zarenhof geschlemmt, wie es nicht einmal in Frankreich üblich war. St. Petersburg war lange Zeit vor Paris das kulturelle Zentrum Europas. So war es beispielsweise der russische Gesandte, der 1840 in Paris die Speisenfolge, wie wir sie noch heute kennen, einführte. 1918, nach dem Tod der letzten russischen Zarenfamilie, geriet die alte Räuchertradition des edelsten Stück vom Lachs, des Rückenfilets «Balik», in Vergessenheit.
Die Erfolgsgeschichte von Balik beginnt 1978, 60 Jahre nach dem Untergang der Romanow-Dynastie. Damals übernahm Hans Gerd Kübel, Schauspieler und Regisseur am Schauspielhaus Zürich, ein 300-jähriges Bauernhaus in Ebersol im Toggenburg, das er restaurierte. Auf einer seiner Theaterreisen kam es zur schicksalshaften Begegnung in Berlin: Hans Gerd Kübel lernte den Russen Israel Kaplan aus Riga kennen. Der Enkel des letzten Räuchermeisters führte Kübel in die Welt der Lachsräucherei ein und gab schliesslich das Geheimnis der Räuchermethode des russischen Zarenhofs preis. Bis heute ist Balik die einzige Hüterin dieser Geheimrezeptur.